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Verstummte Stimmen.

Die Bayreuther Festspiele und die "Juden" 1876 bis 1945

 

 

Unter dem Titel „Verstummte Stimmen. Die Bayreuther Festspiele und die 'Juden' 1876 bis

1945“ wurde am 22. Juli 2012 auf Einladung der Richard-Wagner-Stiftung und der Stadt Bayreuth eine außergewöhnliche Ausstellung im Rathaus der Stadt und auf dem Festspielhügel eröffnet. Sie behandelt drei bisher nie untersuchte Themen: den Missbrauch der Festspiele als Mittel der politischen Mobilisierung, die lange vor 1933 praktizierte Ausgrenzung "jüdischer" Künstler und die Schicksale derjenigen, die in Bayreuth auftraten und dann zu Opfern des NS-Regime geworden sind. Dieser Teil ist auf dem Festspielhügel noch bis Ende 2014 als Freiluftinstallation zu sehen. Ein anderer Teil der Ausstellung erinnerte bis Oktober 2012  im Rathaus anhand von 44 Biographien und ausgewählten Tonbeispielen an das Schicksal der damaligen Stars der deutschen Opernszene, die wegen ihrer "jüdischen Herkunft" 1933 vertrieben oder ermordet wurden.

 

Die Ausstellung wurde von dem Historiker Hannes Heer, dem Musikpublizisten Jürgen Kesting und dem aus Bayreuth stammenden Gestalter Peter Schmidt 2006 in Hamburg erstmals präsentiert und danach mit jeweils lokalem Bezug an den Staatsopern in Berlin, Stuttgart, Darmstadt und Dresden gezeigt. Sie ist seitdem von mehr als 180 000 Menschen besucht worden.

 

 

Der begleitende Katalog „Verstummte Stimmen. Die Bayreuther Festspiele und die 'Juden' 1876 bis 1945“ ist im Buchhandel sowie in Bayreuth in der Markgrafen Buchhandlung erhältlich.