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Die Autoren

Hannes Heer


Geboren 1941 in Wissen/Sieg. 1968 Staatsexamen in Geschichte und Literaturwissenschaft an der Universität Bonn. Er arbeitete als Rundfunkjournalist und Buchautor, als Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und an den Städtischen Bühnen Köln sowie als Filmregisseur für ARD und ZDF. 1993 bis 2000 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Leiter des Ausstellungsprojekts „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“. 2004 realisierte er zusammen mit Petra Bopp und Peter Schmidt die Ausstellung „Viermal Leben. Jüdisches Schicksal in Blankenese“. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Nationalsozialismus, Krieg und Nachkriegserinnerung, zuletzt: Vom Verschwinden der Täter. Der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei, Berlin 2004; „Hitler war's“. Die Befreiung der Deutschen von Ihrer Vergangenheit, Berlin 2005; Die Machtergreifung in der Oper. Nationalsozialistische Musikpolitik am Beispiel Hamburgs, in: Beatrix Borchard, Heidy Zimmermann (Hrsg.): Musikwelten – Lebenswelten. Jüdische Identitätssuche in der deutschen Musikkultur, Köln 2009, S. 323-339. Hannes Heer ist Träger der Carl-von-Ossietzky-Medaille.


 

Jürgen Kesting


Geboren 1940 in Duisburg, studierte in Köln und Wien Germanistik, Anglistik und Philosophie. Nach vier Jahren als Presse-Chef der Kölner EMI-Electrola und der Münchner Eurodisc arbeitete er seit 1973 als Redakteur, Ressortleiter, geschäftsführender Redakteur und Autor für den Stern. 1993 Wechsel zu der neu gegründeten Zeitung Die Woche. Seit Herbst 1997 entwickelte er ein Musikmagazin (AMADEO) für Gruner & Jahr. Nach vielen Musiksendungen im Rundfunk veröffentlichte er 1986 ein dreibändiges Werk Die großen Sänger, das 2008 als vierbändige Ausgabe neu erschien. 1990 folgte eine inzwischen in viele Sprachen übersetzte Monografie über Maria Callas, 1991 ein Buch-Essay über Luciano Pavarotti. Im NDR war er zehn Jahre lang verantwortlich für eine wöchentliche Musikreihe über große Sänger. Für SFB, NDR, MDR und SDR produzierte er eine 26-teilige Reihe über Maria Callas, für die ARD eine 13-teilige TV-Serie Die großen Tenöre. Neben der Musik gehört die Kulturpolitik zu den Schwerpunkten seiner Arbeit.


 

Peter Schmidt


Geboren 1937, Besuch der Werkkunstschule in Kassel, dort auch Abschluss. 1972 gründete er die Peter Schmidt Studios, die spätere Peter Schmidt Group. Er entwarf die berühmte Glaswasserflasche für Apollinaris und arbeitete mit namhaften Firmen und Institutionen wie Villeroy & Boch, Hugo Boss, der Bundeswehr, Bertelsmann und Grohe zusammen. Neben seinem Erfolg als Verpackungsdesigner entwarf er das Corporate Design vieler renommierter Unternehmen. 2006 verlieh ihm der Hamburger Senat den Titel Professor. Im selben Jahr übergab er seine Agentur und ist seitdem mit dem Atelier Peter Schmidt selbstständig tätig. Seit den 1990er Jahren arbeitet er verstärkt im Bereich Kunst und Kultur. 2004 gestaltete er die Ausstellung „Viermal Leben. Jüdisches Schicksal in Blankenese“. Er entwarf Bühnenbilder für Choreografien von John Neumeier. Für das Schleswig-Holstein Musik Festival gestaltete er die Uraufführung der Modernen Oper Madrugada mit dem Dirigenten Kent Nagano und betreute das Festival „Lamento“ in Neuengamme. 2009 stattete er für das Opernhaus Zürich einen Ballettabend von Heinz Spoerli aus und realisierte für das Schleswig-Holstein Musik Festival das ProjektVenezia”. Auch führte der Kulturgestalter 2009 erstmals bei einer Oper Regie: In Bamberg, wo zudem das Foyer des Konzerthauses nach seinen Ideen umgebaut wird, inszenierte er Haydns L’Isola disabitata”.