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Gitta Alpár 
"Unter den vielen weiblichen Begabungen, die es unstreitig heute wieder gibt, muss der souveränsten Operettengestalt, die das jetzige Berlin aufweist, gedacht werden: Gitta Alpár, der einzigen Sängerin […] bei der - selbst in der Niederung der ‚Dubarry' - Singen und Sprechen, Ton und Gebärde selbstverständliche und nicht in Mühsal vereinte Funktionen bilden […]." (Karl Kraus, in: Die Fackel, Dezember 1931.) - "Gitta Alpár ist der weibliche Richard Tauber der Operette" (Der Wiener Tag, 22. Dezember 1934).
Gitta Alpár wurde um 1900 als Tochter eines jüdischen Kantors in Budapest geboren. Mit 16 Jahren Studienbeginn an der dortigen Hochschule für Musik. 1923 Debüt an der Budapester Staatsoper und Entdeckung durch Erich Kleiber. Engagements in München und Wien. Ab 1927 Ensemble-Mitglied der Berliner Staatsoper. Debüt als Königin der Nacht. 1930 nach Sensationserfolgen in Paul Abrahams Viktoria und ihr Husar und Carl Millöckers Der Bettelstudent Wechsel ins Operettenfach. Zusammen mit Richard Tauber in Franz Lehárs Schön ist die Welt. 1931 Titelpartie in Millöcker/Mackebens Die Dubarry. Heirat mit dem Schauspieler und Frauenschwarm Gustav Fröhlich. 1932 erste Filme Gitta entdeckt ihr Herz und Die - oder keine.
Nachdem Goebbels am 28. März 1933 im Hotel Kaiserhof der versammelten Berliner Bühnen- und Filmprominenz erklärt hat, dass Juden künftig nicht mehr erwünscht seien, flieht Gitta Alpár in derselben Nacht zuerst nach Budapest, dann nach Wien. Gustav Fröhlich verlässt sie und die gemeinsame Tochter - mit Rücksicht auf seine Karriere. 1934 reicht Gitta Alpár die Scheidung ein. Zunächst in Wien erfolgreich, versucht sie, ihre Operetten- und Filmkarriere auch in Frankreich und England fortzusetzen. Zum Zeitpunkt des Kriegsausbruchs 1939 ist sie auf Tournee in den USA und kehrt nicht nach Europa zurück. Sie lässt sich in Hollywood nieder. Aber sie kann nicht mehr an ihre früheren Erfolge anknüpfen. In einer kleinen Rolle spielt sie 1940 neben Marlene Dietrich in René Clairs Film The Flame of New Orleans. Obwohl durch die Heirat mit dem dänischen Tänzer Niels Wessel Bagge finanziell abgesichert, ist ihre Karriere zerstört.
Ihre beiden Brüder haben die KZ Mauthausen und Bergen-Belsen überlebt. Gitta Alpár kann sich nicht zur Rückkehr entschließen. Sie bleibt in den USA. Exil ohne Ende. Sie stirbt am 17. Februar 1991 in Palm Springs.
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