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Georg Singer Georg Singer wurde am 5. August 1896 in Berlin geboren und arbeitete seit 1929 als Kapellmeister am Hamburger Stadttheater. Nach seiner Entlassung als Jude 1933 ging er ins tschechoslowakische Exil und wirkte als Opernchef und Kapellmeister in Teplitz-Schönau und Brünn. 1940 wanderte er illegal in Palästina ein, wurde dort aber legalisiert, um das Palestine Orchestra zu leiten. Von 1955 bis 1964 dirigierte er immer wieder an der Hamburger Staatsoper. Georg Singer starb im Oktober 1980.



Georg Lachmann Der am 18. Februar 1878 in Lissa (Posen) geborene Georg Lachmann war seit Oktober 1904 als Zahnarzt in Hamburg zugelassen. Seine Praxis befand sich in der Kaiser-Wilhelm-Straße 47. Zugleich fungierte er als Facharzt des Hamburger Stadttheaters. Dieses Amt musste er wegen seiner jüdischen Herkunft 1933 niederlegen. Im Juni 1936 emigrierte er nach Haifa (Palästina) und arbeitete dort in seinem Beruf.



Werner Wolff Der Komponist und Dirigent wurde am 2. Oktober 1883 in Berlin geboren. Er studierte Jura und später Musik in Leipzig. Nach Engagements u. a. in Wien und Prag war er seit 1918 Kapellmeister am Hamburger Stadttheater. Werner Wolff, mit der Sängerin Emmy Land verheiratet, wurde 1932 als "Halbjude" entlassen. 1938 emigrierten die Eheleute in die USA. In Tennessee gründete und leitete er die Chattanooga Opera Association. 1959 übersiedelte er in die Schweiz, wo er am 23. November 1961 starb.



Julius Michelson Der am 19. August 1863 in Bauske (Lettland) geborene Julius Michelson arbeitete als Facharzt für Chirurgie und wohnte mit seiner Familie in der Klosterallee 6. Nach seiner Entlassung als Theaterarzt emigrierte er am 1. April 1933 mit seiner Ehefrau nach Frankreich. Julius Michelson überlebte die deutsche Besetzung und starb am 6. Januar 1949. Nina, die Älteste der drei Kinder, floh nach Holland, wurde dort nach der deutschen Besetzung verhaftet und nach Auschwitz deportiert.



Friedrich Heller-Halberg Der Dramaturg wurde am 1. Dezember 1874 in Gotha geboren. Er gehörte von 1927 an zum Ensemble des Hamburger Stadttheaters. 1932 wurde ihm wie vielen anderen aufgrund seiner jüdischen Herkunft gekündigt. Seine Position blieb ein Jahr unbesetzt. Von seinem weiteren Leben fehlt jede Spur.



Richard Sachs Der am 22. Juli 1865 in Breslau geborene Hals-Nasen-Ohren-Arzt hatte seine Praxis in den Colonnaden 21-23 und arbeitete bis 1933 auch als Vertrauensarzt für das Hamburger Stadttheater. Im Februar 1939 emigrierte er nach Hilversum in Holland, wo sein Sohn lebte. Dort ist er am 26. Dezember 1941 eines natürlichen Todes gestorben.



Max Fraenkel Der am 7. Januar 1882 als Sohn des berühmten Pathologen Eugen Fraenkel geborene Max Fraenkel wurde Facharzt für Nervenkrankheiten und praktizierte in der Dammtorstraße 14. Er lebte mit seiner Frau Charlotte und den beiden Töchtern in Volksdorf. 1933 musste er sein Amt als Theaterarzt niederlegen, vier Jahre später folgte das totale Berufsverbot. Ohne berufliche Perspektive und wegen der Ausgrenzung seiner "nichtjüdischen" Ehefrau verzweifelt, erschoss er sich am 21. März 1938.

Jakob Kaufmann Der am 23. April 1870 in Hürth bei Köln geborene Jakob Kaufmann war mit Franziska Cohn verheiratet und arbeitete seit 1920 als Werkstättenleiter am Hamburger Stadttheater. Nach seiner Entlassung 1935 engagierte er sich im Jüdischen Kulturbund. Im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert, starb er dort am 8. Februar 1943. Drei seiner fünf Kinder wurden im selben Jahr in Auschwitz ermordet.

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